Berlin ist die Kulturhauptstadt Deutschlands. Und dazu zählt auch eine Kneipenszene, in der fast alles geboten wird. Nicht die Frage, wo man hingeht, stellt sich hier. Sondern was zur eigenen Lebenseinstellung passt und wo die richtigen Leute sind. – Szene eben. Das beginnt schon bei der Einrichtung und der Musik. Unverputzter Sichtbeton mit Retrotapeten und Möbel vom Trödel spricht für die Studentenszene und ist typisch für die Kneipen im Reuterkiez. Hier gibt es Bier aus kleinen Brauereien und angesagte Gipsymusik. In diesen Kneipen treffen sich nicht nur Einheimische, sondern auch Backpacker und Studenten, die in Berlin ein Auslandssemester absolvieren.
Zu den Biotopen Berlins zählt auch die Gothic-Szene. In den entsprechenden Kneipen treffen sich Szenegrößen und auch Konzerte werden veranstaltet. Außerdem sind hier die Nächte lang und manchmal schaffen es die Gäste nur noch ins nächstgelegene Hotel. Die Räume sind dunkel und natürlich überwiegend schwarz und rot. Kerzenlicht ist angesagt. Wer es noch etwas morbider liebt, kann sich auch im Ambiente einer Hard ‘n Heavy Kneipe wohlfühlen. Musikfans der härteren Gangart können hier ihr Bier schlürfen und sich bei Kicker, Billard oder Darts die Zeit vertreiben. Ab und zu schauen hier auch Touristen rein, merken aber schnell, wie es ist nicht dazuzugehören.
Natürlich hat auch die Berliner Galerie-Szene ihre eigenen Adressen. Das verlängerte Sofa liegt in und um Berlin Mitte. Hier treffen sich junge Künstler und reden über die neusten Ausstellungen oder diskutieren ihre Projekte. In einem minimalistischen Ambiente ohne Deko und Bilder lassen weiße Wände viel Assoziationsspielraum. Von außen fehlt oft schon der Hinweis, dass es sich um eine Bar handelt.




